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Eierschwammerl-Jagd

eierschwammerl in einem Korb

Echter Pfifferling, Eierschwämmchen, Reherl, Rehling oder Eierschwämmli – die Jagd auf das Eierschwammerl kann beginnen! Aber was wissen wir überhaupt über den Lieblingspilz der Österreicher?

10 Fakten zum Eierschwammerl, dem „Gold des Waldes“:

1. Geschützt
Früher traf man das Eierschwammerl viel häufiger in den heimischen Wäldern an. Seit einiger Zeit geht sein Vorkommen, besonders in Deutschland, leider drastisch zurück. Ein Grund dafür ist die Luftverschmutzung. Ozon hemmt die Sporenbildung und Pilze können sich so schwerer ausbreiten. Auch in Österreich gilt das Eierschwammerl mittlerweile als gefährdet und gehört zu den geschützten Arten.
Aber keine Sorge: Privatpersonen dürfen trotzdem bis zu 2 Kilo pro Tag des beliebten Pilzes sammeln.

2. Bezeichnend
Während die Deutschen ihn „Pfifferling“ nennen, bezeichnen ihn die Österreicher als „Eierschwammerl“! Der Name kommt natürlich von seiner Farbe, die von einem zarten Goldgelb bis zu einem knalligen Dottergelb reichen kann.

3. Wichtig
Den Pilz sollte man auf keinen Fall waschen! Da Eierschwammerl zu 90 Prozent aus Wasser bestehen, geht dadurch viel Aroma verloren. Am besten nur mit ein bisschen Mehl bestäuben (das bindet den Schmutz) und dann mit einer weichen Pilzbürste abbürsten.
Übrigens: Es kann auch eine andere Bürste sein – wichtig ist nur, dass sie ganz weiche Borsten hat, da die Pilze sehr empfindlich sind.

4. Atmungsaktiv
Die frisch gepflückten Eierschwammerl nicht im Plastiksackerl transportieren! Pilze atmen nach dem Pflücken weiter und werden im Plastiksackerl schneller schlecht, weil sie sprichwörtlich „keine Luft bekommen“. Also besser im offenen Korb wie Rotkäppchen sammeln.

5. Beachtenswert
Eierschwammerl sollte man keinesfalls roh verzehren. Immer zuerst kochen oder braten! Aber auch hier ist die Menge entscheidend. Da sie schwer verdaulich sind, sollte man nie zu viel auf einmal essen.

6. Langlebig
Eierschwammerl lassen sich ganz problemlos lagern. In einem Holzbehälter und mit einem Tuch bedeckt halten sie im Kühlschrank bis zu 3 Tage.

7. Tiefgekühlt
Friert man die Schwammerl roh ein, schmecken sie beim Auftauen leicht bitter. Besser also noch vor dem Weg ins Gefrierfach putzen, schmoren oder blanchieren.

8. Gesund
Eine Handvoll Eierschwammerl deckt den halben Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin D und Eisen – und das bei nur 15 Kalorien pro 100 g! Außerdem weisen sie einen beachtlichen Anteil an Kalium und Beta-Karotin auf.

9. Saisonal
Die Schwammerl sprießen nur in der Zeit von Juli bis September aus dem Boden. Alle, die sich die Schwammerl keinesfalls entgehen lassen wollen, sollten sich also beeilen!

10. G’schmackig
Empfehlenswert sind Eierschwammerl in der klassischen Sauce zu Bandnudeln oder Knödeln, gebraten im Risotto, püriert in einer Suppe, zu Gnocchi, eingebacken im Blätterteig … die Möglichkeiten sind beinahe unbegrenzt.

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