Teller mit Bananenschale, Eierschalen, Brotresten, Zwiebelschalen und Gemüsegrün als Symbol für Food Upcycling von Lidl Österreich
Beitrag gemerkt
Beitrag merken
Warenkunde

Food Upcycling – Kochen mit Butz und Stingel

Ab in die grüne Tonne oder auf den Kompost damit! Pro Kopf werden jedes Jahr zwischen 50 und 170 kg biogene Abfälle (also pflanzlichen, tierischen und mikrobiellen Ursprungs) gesammelt. Darunter fallen sowohl Grünabfälle aus dem Garten als auch Zubereitungs- und Speisereste. Vieles davon wird unnötigerweise weggeworfen, denn von Obst und Gemüse lässt sich mehr verwerten, als die meisten Menschen wissen. Food Upcycling hat es sich zur Aufgabe gemacht, das zu ändern – und ein neues Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Lebensmittel wertvoll sind.

Was ist Food Upcycling?

Bei Upcycling geht es darum, etwas Neues aus vermeintlichem Abfall zu machen. Anders als bei der Wiederverwertung (Recycling) ist Upcycling mit einer Aufwertung verbunden. Food Upcycling ist daher die Verarbeitung von Lebensmittelresten, die eigentlich im Müll landen würden. Vor allem Obst und Gemüse werden dabei als Ganzes verwertet. Das heißt, dass auch Schale, Kerne, Blätter und so weiter verkocht werden. Bei tierischen Lebensmitteln spricht man übrigens von „nose to tail“, also von der Ganzkörpertierverwertung von der Schnauze bis zum Schwanz.

Woher kommt Food Upcycling?

Food Upcycling ist ein Food Trend aus dem englischsprachigen Raum, der vor allem über Blogs langsam auch bei uns ankommt. Dabei ist das Konzept eigentlich nicht neu: Restlkochen war früher gang und gäbe, als vieles noch aus Eigenanbau stammte und die Leute wussten, wie viel Arbeit in jeder Kartoffel steckt. Außerdem konnten es sich die Menschen damals einfach nicht leisten, Lebensmittel zu verschwenden.

Was sind die Vorteile von Food Upcycling?

Der offensichtlichste Vorteil von Food Upcycling ist, dass Geld und Ressourcen gespart werden. Ein Beispiel in der Lebensmittelindustrie ist Molke: Eigentlich ein Nebenprodukt der Käse- und Topfenherstellung, wird sie dank ihrer Proteine, Vitamine und Mineralstoffe gerne von Sportlern getrunken. Sogar Haubenköche setzen sich mittlerweile mit Food Upcycling auseinander. Nicht zuletzt profitiert man auch von den Nährstoffen, Vitaminen und Ballaststoffen, die oft am dichtesten direkt unter oder in der Schale stecken.

5 Tipps für Food Upcycling:

Tipp 1: Auf die richtige Qualität achten

Wer Food Upcycling betreiben will, sollte unbedingt Obst und Gemüse mit Bio-Qualität kaufen, das nicht mit Pestiziden belastet ist. In der konventionellen Landwirtschaft werden nämlich Blätter und Co. nicht als Lebensmittel angesehen und entsprechend behandelt. Doch auch Bio-Produkte sollte man besonders gründlich waschen, um Rückstände von Dünger usw. zu entfernen.

Tipp 2: Vorsicht bei unreifen Pflanzenteilen

Selbst beim besten Willen lässt sich nicht alles verwerten. Grüne Pflanzenteile können nämlich unreif und möglicherweise gesundheitsschädigend sein. Bei Tomaten und Kartoffeln etwa enthält das Grün Giftstoffe, die Kopfschmerzen und Atemnot auslösen können. Auch Rhabarberblätter sollte man nicht essen.

Tipp 3: Grünzeug für Gewürze trocknen

Getrocknete Sellerieblätter haben wir bereits einmal vorgestellt, aber auch das Grünzeug von Karotten, Radieschen und Kohlrabi lässt sich ähnlich wie Petersilie verwenden. Wer möchte, kann ein würziges Pesto daraus machen.

Tipp 4: Suppe aus Gemüseschalen

Aus Gemüseschalen kann man einen Sud kochen, dann die Schalen abgießen, salzen und nach Belieben würzen – schon hat man einen kräftigen Gemüsefond! Wenn nicht genug auf einmal anfällt, friert man die Reste zwischendurch immer ein, bis man genug beisammen hat. Kleine Gemüsereste können auch getrocknet und als selbstgemachte „Packerlsuppe“ zum Aufgießen portioniert werden.

Tipp 5: Kartoffelschalen-Chips

Kartoffelschalen können wie Karottenchips im Ofen gebacken werden. Weil man Öl und Salz selbst dosieren kann, stellen sie eine gesunde Alternative zu fertigen Chips dar. Und ein gutes Gewissen hat man obendrein, weil man Abfall eingespart hat.

 

Mutter Erde - Logo

Lidl Österreich ist Partner von MUTTER ERDE und unterstützt die Initiative in ihrem Einsatz für Nachhaltigkeit. 2018 dreht sich der Schwerpunkt um Landwirtschaft und das Motto „Schau, wo dein Essen herkommt!“

Empfohlene Beiträge:

Mehr zum Thema:

Weitere Beiträge für dich:

Rezept des Tages: 15. Oktober 2018
To Top

Hey! Schön,
dass du da bist!

Social Login

E-Mail Login


Neu bei uns?

Werde Teil unserer Community und sichere dir exklusive Vorteile. Jetzt Registrieren.

Zur optimalen Darstellung der Website verwenden wir Cookies. Alle Details dazu findest du hier. In deinen Browsereinstellungen kannst du die Verwendung von Cookies deaktivieren.OK