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Grüner Alleskönner: Mangold

Mangold

Mangold hat seit ein paar Jahren wieder Einzug in der heimischen Küche gehalten. Daher ist es an der Zeit, die grüne Gemüsepflanze einmal etwas genauer zu betrachten.

Grobe Unterscheidung

Man unterscheidet den Stiel- oder Rippen-Mangold und den Schnitt- oder Blattmangold. Ersterer trägt seinen Namen wegen seiner starken Zeichnung. Seine Mittelrippen treten stark hervor und man kann ihn komplett mit Stiel als spargelartiges Gemüse essen. Früher bezeichnete man diesen Mangold auch gern als „Spargel des armen Mannes“, aber mit zunehmender Beliebtheit des Gemüses trat dieser Spitzname in den Hintergrund. Schnitt-oder Blatt-Mangold hingegen treibt nach jedem Schnitt neu aus und man kann erneut ernten. Man verzehrt also nur die Blätter und lässt die Pflanze an sich in der Erde.

Geschichtliches Wissen

Mangold stammt ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeer-Raum und aus den Gebieten rund um Vorderasien. Sein Name kommt aus dem Mittelhochdeutschen und heißt übersetzt „Vielherrscher“ – wahrscheinlich weil er, besonders im 18. Jahrhundert, die heimischen Speisepläne fest im Griff hatte. Dann aber wurde sein Konkurrent, der Spinat, beliebt und der Mangold wurde aus der Küche verbannt. Seit ein paar Jahren ist er aber wieder in Mode und hat sich seinen Platz am Herd zurückerobert.

Gesundheitsfördernde Aspekte

Das Stangengemüse schmeckt nicht nur echt gut, es ist auch echt gesund: Sein hoher Anteil an Eisen, Phosphor, Kalium und Magnesium macht ihn zu einem wertvollen Mineralstofflieferanten. Außerdem enthält er viel Vitamin A, E und K. Mangold soll darüber hinaus eine beruhigende Wirkung auf das Gemüt haben und dem Darm auf die Sprünge helfen. Aber Achtung: Mangold enthält, wie Spinat, eine beachtliche Menge an Oxalsäure. Menschen, die empfindlich auf diese Säure reagieren, genießen Mangold also besser nur gelegentlich.

Zubereitung

Als Gemüse-Beilage schmecken die Stiele und Blätter des grünen Gemüses einfach wunderbar. Die Blätter schmecken gekocht oder blanchiert zu Fleisch, Pasta oder im Risotto und die Stiele lassen sich, im Ganzen gegart, wie Spargel servieren.
Tipp: Wenn man den Mangold nicht kocht sondern dünstet, sollte man ihn sofort verzehren, da er wieder aufgewärmt gesundheitsschädlich sein kann.

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