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10 Fakten über die Kirsche

Kirschen

1. Von Kerasos zu Kirsche.
Es ist dem römischen Feldherren Lukullus zu verdanken, dass die Kirsche 74 v. Chr. nach Europa kam. Er nahm sie aus Kerasos mit, dem heutigen Giresun in der Türkei. Im Namen der Hafenstadt liegt übrigens auch der Namensursprung der Kirsche.

2. Gut Kirschen essen.
„Mit ihm ist nicht gut Kirschen essen“ kannte man schon im Mittelalter. Damals konnten sich nur reiche Leute Kirschen leisten. Wenn sich Ärmere dazu mischten, bespuckte man sie so lange mit Kirschkernen, bis sie verschwanden. Daraus entwickelte sich: „Mit hohen Herren ist nicht gut Kirschen essen“, was über die Jahre zu „nicht gut Kirschen essen“ verkürzt wurde.

3. Süß und gesund.
Entzündungshemmende Wirkstoffe helfen bei Muskelkater, der Farbstoff Anthocyan sorgt für schöne und rosige Haut.

4. Reif für Kirschen.
Kirschen haben im Juni und Juli Saison. Ob sie reif sind, erkennt man übrigens daran, dass der Stiel noch fest im Fruchtfleisch steckt.

5. Beste Qualität aus Österreich.
Die besten Kirschen und die größte Vielfalt gibt es laut landläufiger Meinung im Burgenland, weil der Neusiedler See als Wärmespeicher ideale klimatische Bedingungen schafft.

6. Blühende Kirschbäume.
Wer selbst einen Kirschbaum im Garten pflanzen will, muss nicht unbedingt mit einem grünen Daumen gesegnet sein: Sie brauchen wenig Aufmerksamkeit, freuen sich aber über einen sonnigen Standort mit nährstoffreichem Boden. Der Kirschbaum, der zu den Laubbäumen zählt, kann bis zu 20 Meter hoch wachsen und blüht von April bis Mai.

7. Echter Vitaminkick.
Kirschen sind mit den Vitaminen C, B1, B2, B6 und Folsäure wahre Vitaminkaiser. Außerdem enthalten sie viel Eisen und Kalium sowie weitere Mineralstoffe wie Kalzium, Phosphor und Magnesium.

8. Mythos: Bauchweh.
Die Sache mit dem Bauchweh nach dem gleichzeitigen Verzehr von Kirschen und Wasser stimmt eigentlich gar nicht. Der Mythos geht auf frühere Zeiten zurück, und ist wahrscheinlich der damals geringeren Trinkwasserqualität zu verdanken.

9. Richtige Lagerung.
Kirschen reifen nicht nach und sind maximal ein bis zwei Tage haltbar – am besten übrigens im Kühlschrank. Tipp: Kirschen sollten erst kurz vor dem Essen gewaschen werden. Ansonsten könnte ihre Haut aufplatzen und sie würden schneller verderben.

10. In der Küche.
Kulinarisch sind die süßen Früchtchen echte Multitalente. Sie schmecken nicht nur gut in Desserts, sondern passen auch hervorragend zu herzhaften Gerichten wie Wild und Rouladen.

Karl Hohenlohe
Karl HohenloheGenussbotschafter

Karl Hohenlohe ist Journalist, Moderator und Herausgeber des „Gault Millau“ Österreich. Er ist bekennender Weinliebhaber und besonders interessiert an der Küche aus aller Welt.

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