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Tipps & Tricks

Was das Mindesthaltbarkeitsdatum bedeutet

Die Wegwerfgesellschaft macht auch vor unserem Essen nicht halt: In einem österreichischen Haushalt landen jährlich rund 43 kg vermeidbare Lebensmittelabfälle im Müll. Umgerechnet sind das etwa 300 Euro, die so einfach weggeworfen werden. Ein Anhaltspunkt, ob etwas in die Tonne kommt, ist für viele das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum, kurz MHD. Dabei sind viele Nahrungsmittel darüber hinaus genießbar. Wir erklären, was es mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum auf sich hat und was ihr beachten müsst.

Was ist das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD)?

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist die Garantie des Herstellers, dass das Lebensmittel bis zu dem genannten Datum in seiner Qualität unverändert bleibt. Das betrifft Eigenschaften wie Geschmack, Geruch, Konsistenz, Nährwert und Farbe. Um bei ihrer Garantie-Angabe auf der sicheren Seite zu sein, rechnen die Hersteller einen Zeitpuffer ein. Die meisten Lebensmittel sind daher bei Ablauf ihres Mindesthaltbarkeitsdatums noch lange nicht verdorben oder ungenießbar.

Mindesthaltbarkeitsdatum ist nicht gleich Verfallsdatum

Wie der Name schon sagt, ist das Mindesthaltbarkeitsdatum nicht das maximale Haltbarkeitsdatum. Das ist wiederum das Verfallsdatum – also jenes Datum, bis zu dem der Verzehr gesundheitlich unbedenklich ist. Es wird häufig mit dem Zusatz „zu verbrauchen bis“ angegeben und ist vor allem auf leicht verderblichen Produkten wie Fleisch und Fisch zu finden. Nach dem Verfallsdatum dürfen Lebensmittel im Handel nicht mehr verkauft oder verarbeitet werden und sollten auch nicht mehr verzehrt werden.

Was bedeutet das MHD also für den Verzehr?

Viele Lebensmittel sind über ihr Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus essbar, solange sie richtig gelagert werden und die Verpackung ungeöffnet bzw. unbeschädigt ist. Ist die Milchpackung also schon mehrere Tage offen, kann sie auch bereits vor dem angegeben MHD sauer werden. Unser wichtigstes „Werkzeug“ zur Lebensmittelkontrolle sind daher immer unsere Sinne. Mit Sehen, Riechen, Fühlen und Schmecken lässt sich meist einfach feststellen, ob etwas noch „gut“ ist. Schimmel, Verfärbungen, Rost (bei Dosen) oder Schädlinge wie etwa Motten  sind jedenfalls wichtige Alarmzeichen, dass das Produkt nichts mehr auf dem Teller verloren hat.

Tipp: Die Wiener Tafel hat eine super Übersicht  zum Thema Mindesthaltbarkeit erstellt. Daraus lässt sich ganz einfach ablesen, wie lange Brot, Butter und vieles mehr tatsächlich genießbar sind. Am besten gleich in der Küche aufhängen und so Lebensmittelabfälle im Wert von ca. 300 Euro pro Jahr sparen!

Lebensmittel sind kostbar!

Gegen die Verschwendung von Lebensmitteln setzt sich auch das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) ein. Unter der Initiative „Lebensmittel sind kostbar!“ arbeitet das BMNT eng mit Wirtschaft, Konsumenten, Gemeinden und sozialen Einrichtungen zusammen, um unnötigen Abfall zu vermeiden und zu verringern. Nur gemeinsam können wir es schaffen!

Lebensmittel sind kostbar - Logo

Wie du aus wenigen, übrig gebliebenen Lebensmitteln ein Gericht zauberst, kannst du in der Kategorie Restlkochen nachlesen.
Mehr Informationen rund um die Initiative „Lebensmittel sind kostbar“ findest du auf der Seite des Ministeriums für ein lebenswertes Österreich.

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