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Was man über Rotwein wissen sollte

Rotwein wird ausschließlich aus roten Trauben gewonnen, in deren Schale die roten Farbstoffe sitzen. Aber nicht nur in der Farbe, sondern auch im Geschmack unterscheidet sich Rotwein vom Weißwein. Er besitzt mehr Inhaltsstoffe, insbesondere Gerbstoffe (Tannine), und wird länger gereift. Dadurch erhält Rotwein ein intensiveres, vollmundigeres Aroma.

Wissenswertes über Rotwein:

Geschichte des Rotweins

Rotwein ist vermutlich eines der ältesten alkoholischen Getränke überhaupt – er wurde bereits 8.000 v. Chr. in Damaskus hergestellt. Mit den alten Römern gelangte das Handwerk des Weinbaus vor rund 2000 Jahren auch in Gebiete des heutigen Österreichs. Davor hatten vermutlich bereits die Kelten eine eher simple Weinkultur. Im Mittelalter wurde Wein vor allem von Klöstern produziert, bis er ab dem 16. Jahrhundert langsam vom Bier verdrängt wurde.

Rotwein-Anbaugebiete in Österreich und weltweit

Frankreich, Spanien und Italien zählen international zu den Top-Nationen für exzellenten Rotwein. Doch auch Australien, Südafrika und Kalifornien haben sich als Rotweinländer etabliert. In Österreich werden auf etwa einem Drittel der Weinbaufläche Rotweinsorten angepflanzt. Führend sind dabei die Weinbaugebiete Thermenregion, Carnuntum, Neusiedlersee, Leithaberg, Mittelburgenland, Eisenberg und Schilcherland.

Die wichtigsten Rotweinsorten

Wer gerne Rotwein trinkt, kommt nicht um Französisch herum. Die wohl berühmteste Rotweinrebe – Cabernet Sauvignon – stammt von dort, ebenso der Merlot, Pinot Noir (Spätburgunder) und Syrah (Shiraz). Weitere wichtige Rotweinsorten sind italienischer Chianti und Sangiovese sowie spanischer Tempranillo. Von den österreichischen Rotweinsorten sind vor allem Zweigelt, Blaufränkisch und St. Laurent bekannt. Aber auch heimischer Blauburgunder, Blauer Portugieser und Blauburger werden gerne serviert.

Ist Rotwein gesund?

Als Geheimnis für ein hohes Alter wird – neben Schokolade – nicht selten das berühmte abendliche Gläschen Rotwein genannt. Tatsächlich wird vermutet, dass mäßiger, aber regelmäßiger Rotweingenuss den Blutdruck sowie das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebserkrankungen senkt. Die in Weintrauben enthaltenen Antioxidantien schützen die Zellen und verlangsamen die Zellalterung. Um von der positiven Wirkung von Rotwein zu profitieren, sollen Frauen täglich nicht mehr als 0,15 l und Männer maximal 0,25 l Wein trinken.

Tipps für den Rotwein-Kauf

Guten Rotwein bekommt man bereits ab einem Preis von ein paar Euros. Weine aus dem Lebensmittelhandel sind dafür gedacht, bald getrunken zu werden und sollten nicht älter als 4 Jahre sein. Bei der Auswahl sollte man sich nicht zu sehr vom Design des Etiketts beeinflussen lassen, dafür aber die Augen offen halten für mögliche Auszeichnungen. Auch Weinführer in Zeitschriften und online können eine Hilfe sein. Ein weiterer Tipp: eine für das jeweilige Land typische Rebsorte aussuchen. Und bevor man gleich einen ganzen Karton kauft, probiert man am besten vorher eine Flasche.

Rotwein richtig lagern

Für Rotwein gelten im Prinzip dieselben Regeln wie für die Weinlagerung generell: Die Flaschen sollten liegend und lichtgeschützt lagern und möglichst wenig bewegt werden. Im Keller bei einer konstanten Temperatur zwischen 8-14 °C ist zuhause der beste Ort für die Rotweinlagerung. Empfohlen wird, einen trockenen Qualitätswein nicht länger als 2-4 Jahre zu lagern; hochpreisige Rotweine sind hingegen auch länger genießbar. Tipp: Ein blasser Farbton kann ein Hinweis dafür sein, dass der Wein zu lange gelagert wurde. Geöffnete Rotweinflaschen sollten gut verschlossen und innerhalb von 2 Tagen getrunken werden. Fürs Kochen lässt sich offener Rotwein allerdings bis zu einer Woche lang verwenden.

Rotwein dekantieren & karaffieren

Bei einer guten Flasche Rotwein ist die Vorbereitung des Genusses genauso wichtig wie der Genuss selbst. Beim sogenannten Dekantieren wird Wein langsam von der Flasche in einen Dekanter umgefüllt, um den bitteren Bodensatz (auch Depot genannt) vom Wein zu trennen. Stellt man während des Einschenkens eine Kerze unter die Flasche, sieht man genau, wann der Bodensatz den Flaschenhals erreicht und kann das Einschenken stoppen. Der Rest bleibt in der Flasche und der bodensatzfreie Wein kann in seiner ganzen Vielfalt genossen werden. Dekantieren ist besonders bei älteren Rotweinen sinnvoll, die oft einen Bodensatz enthalten. Jüngere Weine werden hingegen karaffiert. Beim Karaffieren wird der Rotwein in eine bauchige Karaffe umgeleert, damit der Rotwein atmen und sein volles Aroma entfalten kann. Junge Jahrgänge sollten schon zeitig vor dem Trinken in der Karaffe belüftet werden, bei reiferen Weinen reichen zehn Minuten.

Die richtige Temperatur fürs Rotwein-Trinken

Lange galt die Faustregel, dass Rotwein bei Zimmertemperatur getrunken werden sollte – was mittlerweile widerlegt ist. Die ideale Rotwein-Temperatur liegt zwischen 16-18 °C. Kräftigere Rotweine entfalten sich am besten bei 18, maximal 19 °C. Leichtere Rotweine schmecken wiederum bei noch kühleren Temperaturen zwischen 14-16 °C besser. Tipp: Lieber kleinere Mengen, dafür öfter einschenken, dann erwärmt sich der Wein nicht so schnell im Glas.

Wichtige Rotweinsorten: Cabernet Sauvignon, Merlot, Zweigelt, Blaufränkisch
Lagerung: geschlossen ca. 2-4 Jahre; geöffnet bis zu 1 Woche
Passt gut zu: Pasta-Gerichten, rotem Fleisch, Wild, würzigem Käse, dunkler Schokolade
Unser Lieblingsrezept: Filet Mignon mit Rotweinsauce und Gemüse

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