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Weinsprache für Einsteiger

Wein Wissen Begriffe für Einsteiger Karl Hohenlohe erklärt Weinsprache

Die Welt der Weine ist faszinierend und kann für Einsteiger verwirrend sein, denn echte Weinkenner haben eine ganz eigene Sprache. Da kann es helfen, die gängigsten Begriffe für die nächste Weinverkostung zu kennen.

Beginnen wir bei der Ernte der Weinreben. Der Zeitpunkt der Ernte bestimmt den Jahrgang eines Weines. Dabei ist vor allem das Klima für den späteren Geschmack verantwortlich. Bei der Auslese, einem österreichischen und deutschen Prädikat für Qualitätsweine, wird nur reifes oder edelfaules Traubengut für Wein ausgewählt. Gelagert werden die Weine oftmals in Eichenfässern, sogenannten Barriques. Dort findet der Ausbau der Weine statt, sie entwickeln ihre Komplexität und nehmen oftmals eine leichte Holznote an. Die meisten dieser Eichenfässer haben ein Fassungsvermögen von 225 Litern. Das ist übrigens darauf zurückzuführen, dass diese Fassgröße die größte war, die Hafenarbeiter früher verladen konnten.

Die Inhaltstoffe eines Weines werden auch unter dem Begriff Körper zusammengefasst. Die darin enthaltenen Gerbstoffe, die dem Wein seine raue und trockene Note verleihen, werden als Tannine bezeichnet. Sie sind nur in Rotweinen vorzufinden, da die Trauben für Weißweine sofort gepresst werden, sodass die Tannine aus Stiel und Haut der Trauben nicht in den Most übertreten können.

Gerade Weine aus Eichenfässern, den Barriques, werden gerne belüftet, bevor sie getrunken werden. So entfalten sie ihr volles Aroma. Beim Dekantieren wird der Wein langsam in eine Karaffe umgefüllt, um das Depot (das einen bitteren Geschmack hat), vom Wein zu trennen. Karaffieren hingegen nennt man das Belüften des Weins. Besonders bei jungen Weinen macht das Karaffieren Sinn, da diese meistens noch kein Depot haben und Luft benötigen, um ihr volles Aroma zu entfalten. Dafür eignet sich ein spezieller Weinbelüfter oder ebenso das Umgießen in eine Karaffe. Die Weinkellner, die das Karaffieren im Restaurant oder Handel in der Regel durchführen und beratend zur Seite stehen, heißen in der Fachsprache Sommeliers.

Und nun zum Geschmack, dem sogenannten Charakter des Weines. Er umfasst sowohl die Stoffe, die man schmeckt, als auch jene, die man riecht. Der reine Duft eines Weines heißt Bukett. Die Textur beschreibt wiederum das Mundgefühl eines Weines. Diese kann samtig, voll, trocken, leicht und vieles mehr sein. Unter dem Abgang versteht man schließlich das Empfinden nach dem Schlucken. Schmeckt man einen Wein lange, so spricht man von einem langen Abgang.

Zum Abschluss noch eine alte Weisheit: Der lateinische Spruch „In vino veritas“, übersetzt „Im Wein liegt die Wahrheit“, stammt ursprünglich aus dem antiken Griechenland, wo man glaubte, man könne nicht lügen, wenn man getrunken habe.

Wein Wein anbauen Weinbauer

Schon gewusst, dass

…die größte und älteste Weinrebe Europas im Südtiroler Dorf Prissian bei Meran steht? Sie ist rund 600 Jahre alt und bedeckt eine Fläche von 350 m². Die Rebe zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern Südtirols und ist im Inventar der geschützten Gehölze eingetragen. Die Sorte heiß übrigens „VERSOALN“ und deren Herkunft wahrscheinlich Versailles in Frankreich ist.

…Plutarch, der griechische Philosoph und Historiker schon vor rund 2000 Jahren wusste, was wir längst ahnten: „Der Wein ist unter den Getränken das nützlichste, unter den Arzneien die schmackhafteste und unter den Nahrungsmitteln das angenehmste“. Wie wahr.

…die Römer überall, wo sie als Eroberer hinkamen nicht unbedingt verbrannte Erde hinterließen, sondern – sofern es das Klima zuließ – Weingärten anlegten? Dahinter steckte allerdings mehr als vinophile Leidenschaft: Angeblich standen jedem römischen Legionär pro Tag zwei Liter Wein als Verpflegung zu.

…Jahrgangsbewertungen keine Erfindung es 20. Jahrhunderts sind? Schon um 1400 machte man sich Aufzeichnungen über die Weinqualitäten der einzelnen Jahrgänge. In den Annalen des Stiftes Melk steht zum Beispiel geschrieben, dass der Wein aus dem Jahre 1456 so schlecht war, dass er kaum trinkbar war. Da die Gottesgabe Wein aber nicht einfach entsorgt werden konnte, ordnete Friedrich III an, ihn nicht in die Donau zu kippen, sondern zum Anrühren des Mörtels für den Bau des Wiener Stephansdoms zu verwenden.

Karl Hohenlohe
Karl HohenloheGenussbotschafter

Karl Hohenlohe ist Journalist, Moderator und Herausgeber des „Gault Millau“ Österreich. Er ist bekennender Weinliebhaber und besonders interessiert an der Küche aus aller Welt.

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